Nachdem sehr viele Leute noch die alte Seite meines Krankenhausbesuchs über Google ansurfen, habe ich mir gedacht, stelle ich die Geschichte noch rein, da ja viele an diesen Geschichten interessiert sind.
Seit Donnerstag ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich keine Magenprobleme hatte, allerdings sah “es” eher tiefdunkellila aus und wurde bei Wasserkontakt doch eher seeehr leicht rötlich. Okay, Blut. – soviel wusste ich auch, hielt es zwar für “bedenklich” aber nicht für “besorgniserregend” – man lebt ja nicht nur einmal! Hab dann also fröhlich weitergelebt und festgestellt, dass das Problem eine gewisse, penetrante Resistenz aufwies. Am Samstag war ich dann auf einem OpenAir und abends noch im Look (Bad Kissingen). Alles was war: ich war ein bissl Kreislaufschwach und hatte leichte Magen/Darm-Probleme. Sonntag morgen dann war ich ziemlich i.A. (ich sprechs nicht aus ;) ) – blass, klopfschmerz, magendarm-schmerzen, schwindel. Hab meiner Süßen dann gesagt, dass es dann doch eher sehr “besorgniserregend” schien, dass da immer mehr Blut dabei war. Okay, die also mit 2 Krankenpflegern und meiner Hausärztin telefoniert. Ende vom Lied: “Sofort ins Krankenhaus” – und nun raten: Was war meine erste Reaktion?! – Falsch! – ich hab erstmal herzhaft gelacht und gemeint “ihr spinnt ja wohl – ich geh doch jetzt nicht ins krankenhaus….” tja, 20 Minuten später stand ich dann vor der “Notglocke” (Geile Gegensprechanlage leider ohne Kamera) im Julius Spital (Neubau! ;) )
okay, *** (Auf Grund rechtlicher Anmahnung wurde der Text unkenntlich gemacht) musste dann draußen warten. Ich durfte in den VIP-Bereich ;) – ich sag ja: ohne Vitamin-B geht eben nix! – Ne Schwester hat mich dann erstmal ans EKG angeschlossen und Blutdruck gemessen: (120 puls, 110/70 etwa) – die erste *miam* rektale Untersuchung des netten Stationsarztes (dazu fällt mir übrigens ein Witz ein ;) – Mann beim Arzt, Der Arzt hat zur Untersuchung seinen Finger rektal im Patienten, sagt der Mann “nein,nein, nicht da – tiefer…” der Arzt schieb schon die ganze hand rein dann wieder der mann – “nein, da auch nicht – noch tiefer” – als der Arzt schon fast bis zum Ellbogen im Patienten steckt bekommt er etwas zu greifen, zieht es langsam heraus – ein Mon Cherie – da sagt der Patient leicht nasal “na DAS haben Sie sich jetzt aber REDLICH verdient, doktorchen” *töff* – okay – ) hat dann ergeben: blut! dachte ich so bei mir “schnellmerker ;) …”. nächste station war dann nach bauchabtasten und ekgschreiben und leichter entkleidung durch Pfleger Reiner (sehr witziger und netter Kerl!) die Intensivstation – Zimmer(?!) 5.
Okay, es war ne Box, aber die war schick eingerichtet mit allerlei Geräten, Kabeln und Schläuchen. 3 Dinge davon durfte ich dann schonmal ausprobieren: EKG mit 5 Saugnäpfen auf dem Brustkorb (und nem schicken CRT-15″-Monitor von Siemens!), nem Blut-Stauerstoffgehalt-Messgerät am Zeigefinger (so rot-leuchtend, wie bei E.T.) und ner Luftdruck-Manschette um den Oberarm zum Blutdruck-Messen. Ja – soweit so gut – fühlte mich zunehmend unbehaglicher in dieser “Auf-den-Sarg-Vorbereiten”-Box-Zimmer-Kombination. Nachdem ich ja nun keine 50 Minuten vorher noch lecker Putenschnitzel mit Paprika-Sauce und Kartoffeln gegessen hatte, gabs erstmal ein Mittelchen, das den Magen leerräumen sollte für die erste Magenspiegelung. Wirkungsdauer etwa 2 Stunden. Für die Kopfschmerzen gabs erstmal Tramal… Half aber nichts so viel, also kurz drauf dann Morphium – JUHUUU – und kurz danach kam Rainer und hatte noch einen Spritze in der Hand. Ich fragte dann “Wozu ist die jetzt dann noch?” und er meinte trocken “gegen die Übelkeit wegen des Morphiums” worauf ich meinte “Welche Übelkeit!? Mir ist doch gar nicht… *uarghs*” okay – also Spritze rein und gut war’s. Das war auch toll. Morphium ist nicht umsonst so ein Teufelszeug :-)
22.00 Uhr Sonntag abend rückte dann meine Lieblings-OP-Assistenz Margrit nebst 19″-Rack inkl. Endoskopischer Inneneinrichtung an. Im Nachhinein muss ich sagen hatte ich Sie am liebsten ;) – an dieser Stelle also liebste Grüße! – Sie hat mich dann schonend auf die nun kommenden Tortouren vorbereitet: Ich hab n bissl mit dem Endoskop rumspielen dürfen – schicke sache das! – und dann standen auch schon 3 Ärzte dabei, hatten mich auf die Seite gerollt und mir einen Keil mit Loch um den Mund gespannt (ich kannte das ja schon – ist ja eigentlich die 2. Mspiegelung gewesen seit meiner Lebenszeit ;) ) nuja – und dann (hatte ich ganz vergessen: Venöse (nicht nervöse!) Zugänge haben Sie mir auch gleich 2 gelegt – einer links, einer rechts – begründung: “falls es schnell gehen muss kriegen wir so ne Menge Flüssigkeit in deinen Körper!” *angugg* aha…) gabs rechts in den Zugang 5mg Dormicum :) *mijam* gerade richtig ;) hab so halb was mitbekommen, aber ‘s war mir wurscht *G*. Bin dann erst später wieder aufgewacht und es hieß: nix gefunden, zu viel essen im magen – morgen nochmal *freu* – anständig wie sie waren hatte ich natürlich seit ich auf der Intensiv lag Sterofundin als i.v.-Tropf (ich find keinen link :( ist aber ne Kochsalzlösung). und da hab ich dann geschlafen bis um 4 oder so und hab dann kopfschmerzen gekriegt, wie sau. also so wie magenkrämpfe auf mac..äh mcdonalds nur eben im kopf. da gabs dann lecker tramal *g* hat binnen 45 minuten gewirkt und 4,5 stunden gehalten – ob da wohl zusammenhänge da sind?!
da die blutungen aufgehört hatten und sich puls und blutdruck mal wieder da befanden, wo’s hingehörten gings auf Station M10! Blutwerte an sich waren immernoch mies, aber wenigstens halbwegs konstant. ich lag übrigens die meiste zeit am stero-tropf. auf station hatte ich dann die erste nacht mal wieder mit katja und tramal verbracht. katja war die kleine blond-gelockte nachtschwester – scheiss job :( armes ding…. am tag drauf war dann oberarzt-visite… er so “und hr. neitzel – wie gehts?” – “ja, kopfweh wie verrückt, aber ansonsten blendend” – “kopfschmerzen sind eklig – die muss man nicht haben!!” naja, da war er dann gnädig und hat mir nen Tramal-Tropf für den Vormittag gelegt. da waren die schmerzen dann auszuhalten :) 2 tagsdrauf durfte ich dann schon ganz alleine in die funktion runter laufen fürn EKG und ne ultraschalluntersuchung. :) für die mittagsstunden war dann die mikro-OP mit araghorn… äh argon-laser angesagt um die dysplasien zu veröden (abzukokeln). margrit war auch wieder von der Partie und der andere assistent, dessen namen ich leider nicht kenne hat schon übern gang gerufen “na? alles klar? wie gehts?! nachher biste dran hm?” — hach *Seufz* /:) alle so lieb *g* – die ganze geschichte verlief wie ne darmspiegelung – dormicum – aufwachen im zimmer und fertig war der käse.
samstag hab ich mich dann selbst entlassen, weil ich eigentlich montag rauskommen sollte, aber nur deswegen montag, weil am montag noch ein blutbild gemachtr werden sollte – aber das kann der hausarzt auch… also samstag raus und fertig war der lack :) (Hb war runter auf 7,4 :)) anbei die laborwerte (entfernt) (per scan/gif) grün ist das, was es sein sollte, rot ist das, was davon abweicht. Ganz unten steht hämoglobin… Das ist wichtig – ist ein Anzeiger auf das Gesamt-Blut-Volumen, ich war also halb verblutet… *schluck* ;) afaik.
Liebe grüße
rico