Ein wunderschöner Herbstnachmittag. Die Allee entlang schlendern. Es kommt ja auch nur alle 2 Sekunden ein Auto, so lässt es sich schon ertragen, daß bei jeder Vorbeifahrt Laub ins Gesicht geweht wird.
Er war auf dem Weg zu seiner Freundin, sie wohnte nicht weit weg. Zwanzig Fußminuten die Allee entlang, zwischen Weinbergen und Touristenmagneten – die Gegend war bekannt für Weltrekorde. Die größte Weinflasche der Welt, der dreckigste Aschenbecher der Welt, der wasserdichteste Fernseher der Welt.
Seine Freundin war die Tochter des Bürgermeisters von Cherosotinburg. Sie war nicht besonders hübsch, versprach aber die Erbschaft von zwanzig Prozent des Weingutes der Stadt.
Auf halbem Weg sah er ein Eichhörnchen. Er war abergläubisch, also rieb er sich kurz darauf mit Schlamm ein, um dem Fluch entgegen zu wirken.
Gute fünf Minuten später fing es an zu jucken, er konnte es nicht länger ertragen, also wusch er sich die schützende Schlammschicht ab. Er kam mit rotem Gesicht und Pusteln auf dem Kinn bei Agathe an. Macht ja nix.
J.M.